Donnerstag, 27. Oktober 2016

Homsarecs 3: Der Druck kann bestellt werden



 Bestellmöglichkeit über BoD, amazon und viele andere Portale, demnächst -- vorausgesetzt, es gibt Grünes Licht -- auch über den Shop der Schlagzeilen.

 Leseprobe


Isegrim ist eben erst aus der Wildnis zurück
Khorasan reichte die Tafel, und der Doge setzte eine Unterschrift darauf.
„Nun die Wahl: Rückkehr in die mährischen Wälder ist solange keine Option, wie die Bestrafung, die vom Gericht verhängt worden ist, nicht abgegolten ist. Du hast die Mög­lich­keit, als mein Serf in meinem Haus zu dienen oder zu den gleichen Bedingungen nach Torquato zurückzukehren. Wie entscheidest du dich?“
„Herr, das muß sorgfältig bedacht werden“, murmelte ich mit weiterhin gesenktem Kopf, aber vor meinem inneren Augen zogen Fluchtoptionen vorbei; dann hob ich meinen Blick und versuchte geknickt und unterwürfig auszusehen, „ich… weiß nicht…“
Vanessa und Tanguta tauschten Blicke.
Sie sagte ihm etwas ins Ohr.
„Sie meint, du würdest mich verarschen“, sprach mein Herr, „stimmt das?“
Ich nickte.
„Verdient es Strafe, werte Gemahlin?“
„Nein, mein Gemahl.“
„Wir lassen es nur den Tee trinken.“
„Ja, das wird ihm guttun.“
Sie grinsten.
Oh, ihr Schweine!
„Das habe sogar ich gehört“, grollte meine Herrin.
„Und es muß in Quarantäne“, fuhr er fort, „zumal unkontrollierter Umgang mit anderen die Forschung Kunkamanitos stört.“
„Ja, das müssen wir unterbinden.“
„Es hat sich jede Nacht von den Kannibalen ficken lassen.“
„Das geht gar nicht.“
„Jetzt werden andere Saiten aufgezogen.“
„Sex gibt es erst, wenn wir die Untersuchungsergebnisse haben.“
„Wenn überhaupt.“
„Ja, wenn überhaupt.“
„Schauen Sie mal, Madame, es ist beringt“, und er zieht mir mit einem raschen Griff das Lendentuch aus dem Gürtel.
Sie hat so etwas noch nie gesehen, das ist klar.
Sie wirkt direkt ein bißchen schockiert.
„Ist das ganz verheilt? Kann ich das anfassen?“
„Ja, Mad…“
„Du doch nicht, Klappe! Madame, Sie können es anfassen, wie Sie mögen.“
Sie untersuchte meinen Ring.
„Das ist ein Prinz Albert, benannt nach dem Gemahl von Queen Victoria.“
„Ein hervorragendes Hilfsmittel, um seinen Sex zu regieren, nehme ich an…“
„Das können wir so einrichten. Schauen Sie, während sich die verformbaren Weich­teile aus allen möglichen Keuschheitsgürteln rausschleichen, ist dieser Ring gnadenlos. Ohne Hilfsmittel kann es ihn nicht öffnen. Man kann es an einen Hodenring koppeln“, Tanguta demonstrierte eine solche Fesselung. Mir sank das Herz ins Lendentuch. Ganz klar, wenn ich diesen Zwangsmitteln unterlag, würde ich jede Nacht heulen vor unbe­frie­digter Gier.
Gleichzeitig war aber nicht ganz klar, ob sie das wirklich tun würden. Ich war einer gefährlichen Zweideutigkeit ausgeliefert. Und dieses Cro-Weib war inzwischen fast bes­ser darin, mich zu lesen, als er! Sie führten mich aufs Glatteis, ganz ohne Frage. Also die rührselige Schiene fahren.
„Lieber Herr, meine Sehnsucht nach Euch war monatelang unerträglich und ist seit der Reise nicht viel geringer. Ich war dort abgeschnitten von den Kontakten, ich war ge­zwungen, Dinge zu tun, die Ihr nicht billigt, habe jede Nacht nach Euch geweint, wurde vergewaltigt…“
„Ich weiß! Zuletzt vergangene Nacht. Mein armes Kind.“

Aus: "Der Mund der Wahrheit" -- Ein Novellenzyklus vom Rande der Realität

 
Ein weiteres Buch: Novellen aus den Achtzigern. Diese schrieb ich mit etwas mehr literarischem Anspruch, dafür sind sie BDSM-frei. Dennoch fehlt es ihnen nicht an Brisanz. Transsexualität, Vergewaltigung, Burka, schwule Liebe über eine politische Kluft hinweg sind die Themen. Geschichten aus einer Welt ohne Handys und ohne Internet. In wenigen Tagen erhältlich, 216 Seiten, 14 farbige Illustrationen im Innenteil, traditionelle Rechtschreibung, 14,90 €.


Auszüge aus der Novelle

Die unsichtbare Frau

1

... Liebe beginnt immer mit steilem Aufstieg. Manchmal sogar mit dem Höhepunkt. Sie folgt genau umgekehrt der Dramaturgie, die wir im Deutschunterricht für den Aufsatz lernen. Nach dem Gipfel schleppt sich die Handlung in die Ebene, sich gnadenlos verlangsamend, und du erfährst — ebenfalls in sauberem Gegensatz zum Aufsatz — immer weniger. Einen Monat lang waren sie blödsinnig verliebt gewesen und hatten mehr Zeit im Bett verbracht als außerhalb. Dann zankten sie sich: Armand hatte irgendwas geäußert, woran die versierte Leserin des „Märchenprinzen“ den Macho erkennt; wahrscheinlich war es ein Verriß des beliebten Breviers für die linke Frau; vielleicht hatte er sich soweit verstiegen zu sagen, sie müsse sich nicht wundern, als linke Frau auch nur linker Hand geehelicht zu sein. Ja, das hat er gesagt, Gott ver­zeih’s ihm. Er hat nicht beabsichtigt, sie zu demütigen, sagte er wenig­stens später, nein, er habe doch wirklich nur die Unlogik geißeln wollen, mit der seine Geliebte die bürgerliche Ehe verwarf und sie zugleich als ihre persönliche Lebenserfüllung anstrebte.
Welche Ohrfeige ins ehrliche Angesicht! Welcher Lohn für den heldenhaften Verzicht auf ein weißes Kleid und Einbauküche!
Die erste Wunde war geschlagen, die erste Narbe verunzierte unheil­bar ihre Liebe.
Armand war enttäuschst und fühlte sich unverstanden. Er suchte durchaus eine ebenbürtige Partnerin, keine, die er unterdrücken wollte, das warf sie ihm zu Unrecht vor. Und so kam er denn auch immer wieder an Frauen, die durchaus gescheit waren, aber sie schienen dem Frieden nicht zu trauen und nach ersten Gesprächen in eine Art Tarnverhalten überzu­gehen, und gaben so dumme Antworten, daß Armand wähnte, intellek­tuellen Mogelpackungen aufgesessen zu sein, während doch die Mädels mit halber Kraft fuhren, um ihn desto heller erstrahlen zu lassen.
Wenn er gerne zuhörte, anstatt den belehrenden Doktor Doolittle zu geben, so lag das an der Entdeckung, daß der Undercover-Agent sicherer ist als der Krieger auf freier Fläche. Leute, die ihn belehrten, erschütterte er gern in ihren Grundfesten durch naive Fragen, sobald er ihre Wis­sens­lücken spürte. Vorzugsweise bei studierten Gesprächspartnern kam das gut. Hinterließ auch oft bleibende pädagogische Wirkung.
Es waren selten Frauen, die er auf diese Weise bloßstellte. Hier war die Stoßrichtung eine andere, nämlich sie zu provozieren. Aus der Erfah­rung, nicht für voll genommen zu werden, aus der Erfahrung der unzäh­ligen Kränkungen, die Frauen durch Männer erfahren, wenn sie ihr Stimm­chen erheben, kam die Energie für den empörten Höhenflug.
Armand liebte diese Empörung, er begehrte Frauen besonders heftig, wenn sie mit blitzenden Augen auffuhren. Er besänftigte ihren Zorn so weit, daß die Demütigung gesühnt war, aber eben nur so weit, daß noch genug Schmähungen auf ihn niederprasselten, auf den Lumpenkerl, der sie so hereingelegt hatte, daß der Aufwind für einen Scheinkampf mit wohl­dosiertem Widerstand noch ausreichte.
„Will ich Plätzchen backen? Oder Blockflöte spielen?“ fragte er, wenn seine Freundinnen etwa Kerzenlicht für angesagt hielten und eine Schmuseplatte rotieren ließen, „das Leben ist Kampf, eine stimmungsvolle Kuschelstunde ist der Tod, vor allem, wenn arrangiert.“ Armand liebte an den unpassendsten Orten und zu den unpassendsten Zeiten — oder machte da wenigstens den Anfang. Er vertrat die Ansicht, ein Softie sei ein Mann, der einer Frau zuliebe seinem Sexus zu befehlen versuche; ein Macho dagegen gehorche seiner Natur und verlange daher von der Frau Anpassung. Darum führe Softietum früher oder später zu Siechtum und Impotenz...

2

Wo findest du den Jüngling?

Richtig. Vor dem „Eisberg“, dem Treffpunkt der Jugend an den im­mer noch sommerlich heißen Septembertagen. Da pirschte sie sich von hinten an ihn heran, wie er eben zierlich sein Eis bändigt, und murmelt so, daß niemand sonst es hört: „Gehn wir zu dir oder zu mir?“
Bedächtig und ohne sich von seinem Eis abzuwenden, antwortet er: „Aber ich wohne in Ellerbach.“
„Und?“
Junger Mann, Aquarell
Er hebt den Blick, den er fast die ganze Zeit auf sein Eis gerichtet hat, der nur mal unsicher von der Seite zu ihr hinflatterte, und hat ver­loren. Sternchen?? Dies ist die Aurora, der Panzerkreuzer, der seinen Widerstand niederschießt, Sturm auf den Winterpalast, das Ende des Zarewitsch.
Die ganze Zeit, als sie es taten, hat er gezittert. Er muß ihr nicht ver­raten, daß es das erste Mal ist. Was bleibt ihm anderes übrig, als auf dem Rüc­ken zu liegen wie ein Käfer und sei­nen Succubus machen zu lassen.
Nach und nach faßt er sich ein Herz, sie anzusehen und anzu­fassen: „Wo ist der Leberfleck?“
„Bluff nicht!“ lacht sie, „ich habe keinen.“
„Schade. Wir brauchen einen Schönheitsfehler, sonst kann ich dich nicht lieben.“
Überrascht hebt sie den Kopf.
„Wie meinst du das?“

„Meine Geliebte darf nicht per­fekt sein.“
Wieder lacht sie.
Da sieht er, daß ihre Zähne ein wenig schief sind, der eine Schneide­zahn tritt etwas hinter den anderen zurück. „Das ist es!“ Er zeigt begeistert darauf. Verschämt preßt sie die Lippen zusammen.
Sie geniert sich manchmal zu lächeln. Aber dazu wird Joschi sie schon bringen.
Sie sind allein in der riesigen Villa. Der Flieger der Alten wird morgen vormittag landen. Joschis großer Bruder schläft im Wäldchen am Fluß. Und Suse verwüstet das arme Kind bis zur Bewußtlosigkeit.
 Josef! Wir sind wieder da!“ —
Hah! Oh, Gott! Suse!
Suse ist schon weg. Joschi hat geschlafen wie tot. Die Mama macht eloquent Frühstück. Madrid und Barcelona rauschen auf ihn nieder samt überwältigender Schönheit und aufregenden Pannen. Ein großes Früh­stück soll es geben. Joschi sitzt im Morgenrock in der Küche, unge­wa­schen, Haare wie ein Vogelnest. Papa kommt herein: „Und du, Josef, ziehst dich jetzt ordentlich an, wir wollen ein schönes Wieder­sehens­früh­stück mit dir feiern, und du wirst in einer halben Stunde gepflegt aussehen, wie du das machst, ist mir egal.“
Na, gut. Das Bad ist mein. Joschi schließt sich ein, bedauert ein wenig, Suses Geruch von sich abzuwaschen, aber bei Gelegenheit wird man dieses Parfum wieder tragen. Er duscht, er kämmt sich einen strammen Pferdeschwanz. Dann plündert er Mamas Seite des Spiegelschranks. Ist das eine Vitaminbar oder eine Galerie Nagellack? Candy Peach, Raspberry Frost, Burgundy Grape… Josef entscheidet sich für Deep Cherry. Und Lavender Sun für die Augenlider. Wie macht sie das mit der Wimpern­tusche? So wohl… Hm. Nicht schlecht.
Bißchen blaß noch, der junge Mann. Was für Obst gibt es dage­gen? Apricot Glow, sagen wir mal. Gepflegt genug, Vater?
Nun noch Mamas Seidenkimono.
Papa macht gerade den Champagner auf, als Joschi wieder runter­kommt. Lachs und feine Käse, Baguettes, Salat und Kaviar hat die Mama schon aufgetischt, gleich kann’s losgehen.
Joschi tritt in die Schiebetür.
„Mama, Papa, ich muß euch was erzählen. Gestern, am Vorabend meines sechzehnten Geburtstages, hat mich eine verschleierte Frau über­fallen und vergewaltigt. Ist das nicht wunder-wunderschön?“

Samstag, 15. Oktober 2016

Der Menschenfresser Besserung -- Homsarecs! Teil 3

Isegrims Tagebücher

Heute habe ich die Druckfreigabe für Teil 3 erteilt. Der dritte Teil der Trilogie ist nun in Produktion. Auch dieser wird 508 Seiten umfassen, 18 Farb-Abbildungen enthalten und 18,90€ kosten. Auch dieser -- so die Ankündigung der SCHLAGZEILEN/Charon Verlag -- soll im Online-Shop und im Shop plaziert werden.
Lelo/Isegrim -- Bild -- sitzt seine Strafe auf Torquato ab, da unterbricht etwas auf erfreuliche Weise seinen Insel-Alltag. Der Doge beauftragt ihn, die letzten Kannibalen in den Wäldern der Niederen Tatra aufzustöbern, damit sie von ihren unheilvollen Gewohnheiten abgebracht werden. Lelo weiß, wo er sie finden kann. Aber die Expedition verläuft nicht wie geplant. Die Gejagten werden zu Jägern, Lelo fällt ihnen in die Hände und macht sehr nahe Bekanntschaft mit ihrem Anführer.  Und schon hat Lelo es nicht übermäßig eilig mit der Rückkehr in die Hauptstadt und in die Arme seines Herrn, des Dogen.

Der junge Krieger Petja oder Škorec, einer
der vielen Söhne des Kannibalenhäuptlings.
Model für diese Gestalt ist der 18jährige
schottische Rockmusiker Kieran Robertson,
der mir die freundliche Erlaubnis zur Verwendung

seiner Bilder erteilt hat. (With kind permission by
Kieran Robertson, Glasgow)


Isegrims Tagebücher, die Website zum Buch

Mittwoch, 5. Oktober 2016

The Living Dakini

Homsarecs 3, "Isegrims Tagebücher": Die nepalesische Kriegerin Pratizaye

Homsarecs 3, "Isegrim's Diaries": The Nepalese Female Warrior Pratizaye

Donnerstag, 29. September 2016

Solution Found

Thank you KR for lending your face and body, thank you, ladies, for giving your opinion on the variations. Painting on face and body. The nightjar in the novel is the tattoo of the cannibal clan, but things change, as we all know... They give up the habit, but they stay committed to their clan, turning it into something good.

Why the nightjar? As I discovered later, this nightjar is a man eater in the picture by Hieronymus Bosch. I swear I wasn't thinking of it.
Warum die Nachtschwalbe? Ich habe später entdeckt, sie ist der Verschlinger auf diesem Bild von Hieronymus Bosch. Ich schwöre, ich habe daran nicht gedacht.

Mittwoch, 28. September 2016

Tattoos -- Beautiful and Separating

Historical tattoos: Maori
Ink. Peikern. Tatau. A traditional art -- more than a decoration. They are less individual than rather a confession of social connections. They are a sign of identification and commitment.
What does it mean for us today?
In our society, they are entirely individualistic. No commitment, just identification with a desired style, person, myth or theme. Maybe to a Nation, mostly Japan, without being part of this Nation. A symbol of detachment.
Japanese tattoos
What does it mean for us to be tattooed? Some feel it as a protection, some enjoy the very process and can't stop. Some enjoy to have their favourite picture as a constantly present icon.
But what if you change?
And you will change, as you grow. I hope for everyone to be in constant personal growth.
How can you redefine yourself when you need to?
You might prefer to be a model.
Hm, difficult. Tattoos may be out of fashion some day.
Versatility rules.

My Slave Has Never been Tatooed and I like it. Why?

My husband's back --
painted by me
He used to be mine for 17 years -- he is someone else's sub now, but still my husband and my love with whom I live. He was mine, and his skin was mine. I was able to paint him to my pleasure.
I have another sub now -- with my husband's approval.
He is tattooed with a large picture, covering the left half of his back and parts of his leg.
I find that it builds up a barrier. He cannot fully give himself to me. He defined himself in a way that he chose -- free to do so, of course. But it is a choice with unwanted effect in a BDSM-relationship. I don't whip him, I whip his tattoo.
And it creates a subtle separation.

Nicht gefallen. Noch mal.


Welches ist besser? Er soll ja auch ein wenig abschreckend auf Eindringlinge wirken.
Which one is better? After all, he should deterr intruders.

Tag 31: Was sind deine nächsten Ziele, und welche Schritte stehen dir als Nächstes bevor?

  #charactersofoctober #desschreiberswildeträume Fido: Mein Ziel ist es, den Kurs der Annäherung von Menschen und Thieren weiter zu verfo...